Cheerleading-Formationen: Platzierung und Sicherheit
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Im Cheerleading hängt eine Formation genauso an der Rollenverteilung wie an den Sicherheitsregeln, die jede Figur einrahmen. Hier liest du, wie Bases, Flyer und Spotter stehen, was hinter Stunts und Pyramiden steckt und welchen Rahmen die Verbände (ICU, FFSU/FFFA) vorgeben.
Die drei Grundrollen: Bases, Flyer, Spotter
Cheerleading beruht auf drei großen Rollen. Die Bases (die Tragenden) bleiben am Boden: Sie heben, werfen und stützen den Flyer, holen die Kraft dafür aus den Beinen und fangen ihn wieder auf. Es sind meist die größten und kräftigsten Mitglieder des Teams. Unterschieden wird dabei zwischen der Hauptbase (Main Base) und der zweiten oder seitlichen Base (Side Base).
Der Flyer (auch Top, Top Girl oder Mounter genannt) ist die Person, die hochgehoben oder geworfen wird. Typischerweise kleiner, leichter, beweglicher und wendiger, führt der Flyer die Figuren in der Luft aus, muss Körperspannung und Balance halten und sich an die Counts des Back Spot halten. Der oder die Spotter sind die Sicherheit des Stunts: Ihre erste Aufgabe ist es, die Figur zu beobachten und dem Flyer bei einem Sturz zu helfen.
Zwei Spotter tauchen besonders häufig auf. Der Back Spot („der Dritte“) steht hinter der Gruppe: Er stabilisiert die Figur, stützt und kontrolliert die Fußgelenke des Flyers, gibt die Counts für die Synchronisation vor und achtet darauf, Kopf- und Nackenverletzungen zu verhindern. Der Front Spot ist seltener, weil die Regeln ihn nicht vorschreiben; manche Trainerinnen und Trainer setzen ihn bei komplexen Figuren zusätzlich ein, um den Flyer aufzufangen, etwa bei einem Basket Toss.
Stunt, Prep, Extension, Basket Toss und Cradle
Ein Stunt ist eine Figur, bei der die Top Person von einer oder mehreren Bases in der Luft gehalten wird. Ein „Partner Stunt“ besteht aus nur zwei Personen (einem Flyer und einer Base). Ein „Group Stunt“ bringt typischerweise einen Flyer, zwei Bases (eine Hauptbase, eine seitliche) und einen Back Spot zusammen, manchmal ergänzt um einen Front Spot.
Die Begriffe der Grundfiguren bauen stufenweise aufeinander auf. Der Prep (auch Elevator) hält den Flyer auf Brust- oder Kinnhöhe auf den Händen von zwei Bases; er dient in den Sicherheitsregeln zugleich als Referenzhöhe („Prep-Niveau“). Die Extension hält den Flyer mit gestreckten Armen über dem Kopf. Die Liberty ist die einfachste einbeinige Figur, das freie Bein etwa im 90-Grad-Winkel angewinkelt.
Geworfene Figuren und ihr Auffangen folgen denselben Prinzipien. Der Basket Toss ist ein Wurf von drei oder mehr Bases, von denen zwei ihre Hände verschränken, um den Flyer in die Luft zu befördern; dieser führt dort eine Figur aus und kommt in einem Cradle zurück. Das Cradle ist ein Dismount unterhalb der Schulterhöhe, bei dem der Flyer im Rücken und unter den Oberschenkeln aufgefangen wird. Eine Pyramide schließlich verbindet zwei oder mehr Stunt-Gruppen über die Tops, die sich an Händen, Füßen, Taille oder Beinen halten, und muss sowohl den Stunt- als auch den Dismount-Regeln folgen.
Die Sicherheitsregeln der Verbände
Das ICU-Reglement regelt die Platzierungen sehr genau. Für jede Top Person ist ab dem Prep-Niveau und darüber ein Spotter vorgeschrieben, und dieser darf den Flyer an der Taille halten. Die geforderten Spotter müssen Mitglieder des eigenen Teams sein und in den passenden Spotter-Techniken unterwiesen sein. Das technische Reglement der FFSU/FFFA (französischer Hochschulkontext) übernimmt diese Vorgaben auf Französisch: „Für jeden Flyer oberhalb des Prep-Niveaus ist ein Spotter erforderlich“, und die geforderten Spotter „müssen Mitglieder des eigenen Teams sein und in den passenden Spotter-Techniken unterwiesen sein“.
Mehrere Verbote prägen die Einsteiger- und die mittleren Divisionen. Figuren und Übergänge mit freiem oder unterstütztem Flip sind nicht erlaubt; in den Einsteiger-Divisionen sind Release Moves (das Loslassen) verboten, und ein Release Move darf nicht in der Bauchlage (prone) oder in einer umgekehrten Position enden. Kein Stunt, keine Pyramide und keine einzelne Person darf über oder unter einem anderen, davon getrennten Stunt, einer anderen Pyramide oder einer anderen Person hindurchgeführt werden. In der ICU-Division Novice sind Pyramiden bis „2 high“ (zwei Etagen) erlaubt, und der Top muss die Hauptstütze von einer Base bekommen.
Sicherheit betrifft auch die Umgebung und den Zustand der Athletinnen und Athleten. Technische Elemente (Stunts, Pyramiden, Würfe oder Tumbling) dürfen nicht auf Beton, Asphalt, nassen, unebenen oder mit Hindernissen belegten Flächen ausgeführt werden. Wer einen harten Gips oder einen Walking Boot trägt, darf nicht an Stunts, Pyramiden, Tumbling oder Basket Toss teilnehmen; angepasste weiche Schienen oder Gipsverbände müssen mit mindestens 1,27 cm geschlossenzelligem Schaumstoff gepolstert sein. Absichtliche Stürze aus einem Sprung, einem Stunt oder einer umgekehrten Position sind verboten, außer das Gewicht wird zuerst überwiegend auf Hände oder Füße verlagert, um den Aufprall abzufangen. Und schließlich brauchen alle Teams, Trainerinnen und Trainer sowie Verantwortlichen einen Notfallplan, und niemand darf unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Substanzen eine Routine betreuen oder ausführen.
Levels, Verbände und die Vorbereitung der Platzierungen
Wettkampf-Cheerleading ist in Stufen wachsender Schwierigkeit gegliedert, je nach Dachverband bis zu sieben Levels, von einfachen zweibeinigen Stunts bis zu gestreckten einbeinigen Stunts und hohen Basket Toss. Die Reglements sind kumulativ aufgebaut: Jedes technische Element, das auf einer niedrigeren Stufe erlaubt ist, ist es auch auf allen höheren (die FFSU/FFFA schreibt etwa „Niveau Intermédiaire (Niveau 2)“). Praktische Folge: Eine Regel, die auf einer Stufe gilt, gilt nicht zwangsläufig auf einer anderen, und die Elite-Divisionen erlauben mehr — höhere Pyramiden, Release Moves.
Beim Verbandsrahmen gilt: All-Star-Cheerleading wird national von der USASF und international von der IASF geregelt. In Frankreich fällt Cheerleading unter die FFFA (Fédération Française de Football Américain): Nach Angaben des Verbands ist sie die einzige Instanz, die die offiziellen Titel Champion de Zone und Champion de France vergeben darf, und nur angeschlossene Vereine dürfen an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen. Sie betreibt eine Zulassung von Veranstaltungen: Der Vereinspräsident ist für die Sicherheit der Athletinnen und Athleten bei Training und Veranstaltungen verantwortlich, und wer eine Veranstaltung organisiert, haftet rechtlich für die Sicherheit aller Teilnehmenden.
Formationen vorzubereiten heißt zuerst zu klären, wer Base, wer Flyer und wer Spotter ist, und zu prüfen, ob jede Figur zum angestrebten Level und Reglement passt. Ein Werkzeug wie Stancz, eine Web-App zum Platzieren und Visualisieren von Formationen in 2D, 3D und Publikumsansicht, hilft dir dabei, die Position jeder Athletin und jedes Athleten festzulegen und zu teilen, bevor ihr die Stunts auf der Matte aufbaut. Das ersetzt natürlich weder die Qualifikation der Spotter noch die Einhaltung der Sicherheitsregeln — beides bleibt die Bedingung dafür, überhaupt eine Figur zu bauen. Die Regeln ändern sich zudem von Saison zu Saison: Maßgeblich ist immer das aktuell gültige Reglement.
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- Wie viele Personen braucht ein Stunt?
- Das hängt von der Art der Figur ab. Ein „Partner Stunt“ besteht aus nur zwei Personen: einem Flyer und einer Base. Ein „Group Stunt“ bringt typischerweise einen Flyer, zwei Bases (eine Hauptbase und eine seitliche) und einen Back Spot zusammen, bei komplexen Figuren ergänzt um einen Front Spot.
- Wann ist ein Spotter Pflicht?
- Nach dem ICU-Reglement, das das Reglement der FFSU/FFFA (französischer Hochschulkontext) übernimmt, ist für jeden Flyer (Top Person) ab dem Prep-Niveau und darüber ein Spotter vorgeschrieben. Dieser Spotter darf den Flyer an der Taille halten, muss zum eigenen Team gehören und in den passenden Spotter-Techniken unterwiesen sein.
- Wie hoch darf eine Pyramide sein?
- Das hängt vom Level und vom Verband ab. In der Novice-Division der ICU sind Pyramiden bis zu zwei Etagen erlaubt („2 high“), und der Top muss die Hauptstütze von einer Base bekommen. Weiter fortgeschrittene Divisionen erlauben höhere Pyramiden — eine Regel aus einem bestimmten Level lässt sich also nicht verallgemeinern. Die Regeln ändern sich jede Saison, maßgeblich ist das jeweils gültige Reglement.
- Auf welchem Untergrund darf man Stunts ausführen?
- Technische Elemente (Stunts, Pyramiden, Würfe oder Tumbling) dürfen nicht auf Beton, Asphalt oder auf nassen, unebenen oder mit Hindernissen belegten Flächen ausgeführt werden. Außerdem muss jedes Team einen Notfallplan für den Verletzungsfall bereithalten.
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Rollen, Stunts, Pyramiden und die Sicherheitsregeln von ICU und FFFA: So platzierst du Bases, Flyer und Spotter in sauberen Cheerleading-Formationen.
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