Tanzchoreografie erstellen: Schritt für Schritt

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Wer eine Choreografie erstellen will, auch eine einfache, schafft das selten in einem Zug. Am Anfang steht ein Song: Du zerlegst ihn in Schläge, gliederst ihn in Teile, schreibst dann die Bewegungen, platzierst die Gruppe auf der Bühne und bringst alles deinen Tänzerinnen und Tänzern bei. Dieser Guide geht die Schritte der Reihe nach durch, mit den Werkzeugen aus dem Tanzunterricht (dem Zählen in Achtern, den Kompositionsmitteln, dem Durchlauf) und mit dem, was du bei jedem Schritt notieren solltest, damit von einer Probe zur nächsten nichts verloren geht. Die Methode gilt für jede Tanzchoreografie (auch Tanz-Choreographie geschrieben), von der ersten Gruppenkombination bis zur Gala-Nummer.

Musik auswählen und schneiden

Alles beginnt mit dem Song. Das Skript „Tanz in der Kursstufe“ für Sportlehrkräfte in Baden-Württemberg empfiehlt Musik, die einen „Bewegungsanlass“ bietet, statt bloß im Hintergrund zu laufen, und hält fest, dass klare, regelmäßige Beats das Wiederholen der Bewegungen erleichtern. Für deine erste Choreografie nimmst du deshalb lieber einen Song mit mittlerem Tempo, den du gut kennst, als einen Titel, nur weil er gerade angesagt ist. Hör ihn dir vor dem ersten Schritt mehrmals hintereinander an, ohne zu tanzen, und achte auf musikalische Phrasen, Höhepunkte und Pausen: Laut einem Theorieblatt für den Sportunterricht der Schule am Ried erfordert tänzerisches Gestalten eine „intensive Auseinandersetzung mit der gewählten Musik“, weil Stil, Tempo und Charakter der Musik Tanzstil und Ausdruck bestimmen.

Das Tempo misst man in Beats per Minute (BPM), also Schlägen pro Minute. Laut der deutschsprachigen Wikipedia wurde die Bezeichnung in der Disco-Zeit populär und ist heute vor allem in der Tanzmusik üblich; die historisch ältere Bezeichnung dafür ist „Mälzels Metronom“ (MM). Als Richtwerte nennt der Artikel für Hip-Hop 70 bis 120 BPM, für House 110 bis 140. Diese Rechnung brauchst du später noch: Bei 120 BPM dauert ein Schlag eine halbe Sekunde und ein Achter 4 Sekunden; ein Song von 3 Minuten hat dann 360 Schläge, also 45 Achter. Je schneller das Tempo, desto weniger Zeit bleibt für jede Bewegung und desto kürzer müssen die Laufwege sein.

Schneide den Song dann mit einem Audioschnittprogramm auf die gewünschte Länge. Setz den Schnitt an den Anfang einer musikalischen Phrase, auf eine „1“, nie mitten in einen Achter, und wähle lieber ein klares Ende auf einem betonten Schlag als ein Fade-out, bei dem die Musik verklingt, während die Gruppe noch ihre Schlusspose hält. Heb genau die Datei auf, die du geschnitten hast, und gib allen dieselbe: Wechselt die Version mittendrin, verschieben sich die Counts, und die Truppe muss ihre Anhaltspunkte neu lernen.

Die Musik in Achtern zählen

Im Tanz zählt man die Musik in Blöcken zu acht Schlägen, den Achtern (auch 8er-Counts genannt): „1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8“, dann geht es von vorn los. Das Themenheft „Choreografieren“ des Schweizer Bundesamts für Sport hält fest, dass Musik in Gymnastik und Tanz oft auf acht Schläge gezählt wird, und das Theorieblatt der Schule am Ried nennt den Grund: Man fasst beim Tanz gern zwei 4/4-Takte zu einer 8er-Sequenz zusammen, weil sich so der Melodiebogen besser erfassen lässt. Im 4/4-Takt lautet die Betonungsordnung laut Wikipedia zum Beispiel „schwer – leicht – halbschwer – leicht“. Die „1“ ist der Schlag, auf dem die Phrase neu ansetzt, oft erkennbar am Einsatz einer Stimme oder eines Instruments.

Zwischenschläge zählt man mit „und“: „1 und 2 und 3 …“. Das Skript aus Baden-Württemberg bezeichnet den Off-Beat, der auf „und“ gezählt wird, sogar als kennzeichnend für Hip-Hop-Musik. Für den Einstieg legst du jede Bewegung auf einen Schlag oder ein „und“ und gibst jeder Geste ihren Count; so bleibt auch eine ganze Gruppe synchron. Vor dem Einsatz, beim Start oder bei einer Wiederholung, zählst du mit „5, 6, 7, 8“ ein: Das ist der Auftakt, und das Skript rät, ihn deutlich und rechtzeitig zu setzen, damit sich alle darauf einstellen können. Im Praxisbuch „Tanzen, Gestalten, Darstellen in der Primarstufe“ heißt es außerdem, dass es auch beim Tanzen zur Musik helfen kann, anfangs unterstützend mitzuzählen. Alle starten auf der 1.

Notiere die Counts von Anfang an. Praktisch ist eine Tabelle: eine Zeile pro Achter, durchnummeriert (erster Achter, zweiter Achter …), daneben der Teil der Musik (Intro, Strophe, Refrain) und die Bewegungen in Stichworten. Das Themenheft des Bundesamts für Sport zeigt eine solche Musikanalyse und schlägt eine weitere Spalte für die Platzierung der Tänzer vor, also eine Skizze der Formationen. Ein Unterrichtsvorschlag der Universität Potsdam lässt die Gruppen zudem ein „Choreografiebuch“ führen, in dem die Entstehung der Choreografie dokumentiert wird. Ohne Aufzeichnungen wird eine Choreografie bei jeder Probe neu erfunden.

Die Struktur bauen: Intro, Strophen, Refrain, Schluss

Bei den meisten Songs wechseln sich Strophen und Refrain ab. Laut dem Theorieblatt der Schule am Ried umfassen diese Teile häufig je 4×8 oder 8×8 Zählzeiten, und auch Vor- und Zwischenspiele wollen berücksichtigt sein; vor dem Choreografieren steht deshalb eine Musikanalyse, das „Auszählen“ des Stücks. Dazu kommen meist ein Intro, manchmal eine Bridge, die vor dem letzten Refrain die Wiederholung aufbricht, und ein Schluss. Trag diese Teile in deine Count-Tabelle ein: wie viele Achter für das Intro, für jede Strophe, für den Refrain. Das ist das Gerüst deiner Choreografie.

Richte den Tanz dann an dieser Struktur aus. Ein Refrain, der wiederkehrt, bekommt dieselbe getanzte Phrase: Das Publikum erkennt sie wieder, und die Tänzer lernen sie einmal für drei Durchgänge; auch das Theorieblatt der Schule am Ried schlägt vor, jeweils die gleiche Schrittfolge für den Refrain und eine andere für die Strophen zu nehmen. Die Strophen lassen Raum für Variationen, eine Passage in der Kleingruppe oder einen Formationswechsel; die Bridge ist der richtige Moment für eine Überraschung oder einen Kontrast. Die englische Prüfungsorganisation AQA benennt in ihrem GCSE-Lehrplan für Tanz solche Formen: binär (AB), ternär (ABA), Rondo, bei dem ein Teil A zwischen wechselnden anderen Teilen wiederkehrt, oder narrativ, wenn der Tanz eine Geschichte erzählt. Im Themenheft des Bundesamts für Sport heißen sie Form AB, Form ABA, Rondo und Erzählung.

Gestalte Anfang und Ende besonders sorgfältig, denn an diese beiden Momente erinnert sich das Publikum. Der Unterrichtsvorschlag der Universität Potsdam widmet die vorletzte Stunde vor allem der „Anfangs- und Schlusspose“, und die Schule am Ried betont, dass Auf- und Abgang zum Auftritt gehören und geübt werden müssen. Stell dir für den Anfang drei Fragen: Wo beginnt ihr (schon auf der Bühne oder aus der Gasse), wer beginnt (die ganze Gruppe, Kleingruppen, einer nach dem anderen) und wie (mit denselben oder verschiedenen Bewegungen, im selben Tempo oder nicht)? Für den Schluss gilt dasselbe: reglos auf der Bühne, eng beieinander, am Boden oder nacheinander abgehend. Eine sauber gehaltene Schlusspose wirkt stärker als ein unklarer Abgang.

Bewegungsphrasen schreiben

Eine Bewegungsphrase ist eine Folge von Bewegungen, die eine Einheit bildet, oft ein oder zwei Achter lang. Beginne mit einem kurzen Motiv, das die Idee des Tanzes trägt: eine Armbewegung, ein Schritt, eine besondere Gewichtsverlagerung. Der AQA-Lehrplan nennt unter den choreografischen Mitteln an erster Stelle „motif and development“, also das Motiv und seine Weiterentwicklung. Deine Bewegungen findest du in der Musik (ein Akzent verlangt eine scharfe Geste, ein Klangteppich eine fließende Bewegung), in einem Wort, einem Bild oder in einer Alltagsbewegung, die du verfremdest: Der Unterrichtsvorschlag der Universität Potsdam beginnt genau so, mit Bewegungsideen aus dem Schulalltag, aus denen die Gruppen ihre Bewegungsmotive entwickeln.

Entwickle das Motiv dann mit Kompositionsmitteln weiter. Die Praxiskarten des „Choreografischen Baukastens“ von Klein, Barthel und Wagner beschreiben mehr als 30 solcher Werkzeuge, darunter Wiederholen (eine Bewegung mehr als einmal ausführen), Umkehren (den Ablauf in umgekehrter zeitlicher Folge oder Raumrichtung tanzen), Kontrastieren (Material in eine gegensätzliche Beziehung bringen), Akkumulieren (a wiederholen und b hinzufügen, dann a plus b wiederholen und c hinzufügen) und Transponieren (eine Bewegung auf ein anderes Körperteil übertragen). Ein Vortrag für den Deutschen Turner-Bund nennt außerdem Unisono und Kanon. Den Kanon beschreibt das Bundesamt für Sport als eine Form der Wiederholung, bei der die Tänzer ihre Bewegungen zeitlich verschoben ausführen; führt jede Person eine einzelne Bewegung aus, sobald die vorherige sie beendet hat, entsteht eine Welle. Ein einziges Motiv von 8 Counts liefert so mehrere Phrasen, ohne dass du einen neuen Schritt erfinden musst.

Bleib bei Phrasen, die deine Gruppe tanzen kann. Eine einfache Choreografie wiederholt mehr, als sie erfindet: Zwei oder drei gut gewählte Phrasen, wiederholt und variiert, reichen für eine erste Nummer oft aus. Tanz jede Phrase selbst zur Musik, bevor du sie beibringst, zähl sie laut mit und trag sie Achter für Achter in deine Tabelle ein. Passt eine Passage nicht sauber auf die Counts, vereinfache sie sofort: Hat die ganze Gruppe sie erst einmal gelernt, wird das viel schwieriger.

Die Gruppe platzieren und Formationen verbinden

Sind die Phrasen geschrieben, entscheidest du, wo jede Person sie tanzt. Eine Formation ist die Position aller Tänzerinnen und Tänzer zu einem bestimmten Zeitpunkt: eine Linie, zwei versetzte Reihen, ein V, eine Diagonale, ein Kreis, kleine Gruppen. Wechsle die Formation nicht zufällig, sondern wenn die Musik in einen neuen Teil übergeht: Eine neue Strophe, der Einsatz des Refrains oder die Bridge sind natürliche Momente dafür. Laut der Schule am Ried macht ein solcher Wechsel der Aufstellung den Tanz dynamischer und abwechslungsreicher. Ein eigener Guide zeigt, wie du Tanzformationen erstellen und passend zur Zahl der Tänzer auswählen kannst.

Die Platzierung sorgt auch dafür, dass der Tanz gut zu lesen ist. Der AQA-Lehrplan zählt die „manipulation of number“, das Spiel mit der Zahl der Tänzer, zu den choreografischen Mitteln, und im „Choreografischen Baukasten“ verändert das Werkzeug „Limitieren, Entfernen“ unter anderem eine Szene, indem es die Zahl der Beteiligten begrenzt: Ein Refrain, den die ganze Gruppe im Unisono tanzt, wirkt stärker nach einer Strophe, die nur drei tanzen. Stell die sicheren Tänzerinnen und Tänzer dorthin, wohin der Blick fällt, in die Mitte und nach vorn; auch die Schule am Ried rät, sichere Schülerinnen und Schüler in die erste Reihe zu stellen, weil sie den anderen als Orientierung dienen. Ordne die Reihen versetzt an, damit man die Tänzer der zweiten Reihe in den Lücken der ersten sieht.

Jeder Formationswechsel ist ein Laufweg, den du genauso zählst wie einen Schritt. Gib ihm eine feste Zahl von Counts, zum Beispiel einen Achter, und jedem Tänzer einen eigenen Weg, und achte darauf, dass nie zwei Laufwege gleichzeitig durch denselben Punkt führen. Einfache Wechsel behalten die Reihenfolge der Tänzer bei; Wechsel, die sie durchmischen, brauchen mehr Proben. Notiere in deinem Plan für jede Formation den Count, auf dem sie stehen muss: Dieser Anhaltspunkt sorgt dafür, dass die Gruppe gemeinsam ankommt.

Proben und den Tänzern beibringen

Bring die Choreografie stückweise bei. Das Skript aus Baden-Württemberg lässt die einzelnen Achter zuerst „am Ort“ lernen, weil das Vor- und Nachmachen so leichter fällt, und rät, beim Grundrhythmus zu bleiben, bis die ganze Gruppe den Ablauf erfasst hat: Wiederhole also den ersten Achter, bis die Bewegungen wie von selbst laufen, nimm dann den nächsten dazu und verbinde beide. Zeig jeden Achter zuerst langsam und ohne Musik, nur gezählt, dann mit Musik; das Praxisbuch von Lichtenthaler und Konowalczyk begründet das damit, dass sofort eingespielte Musik am Anfang überfordert und sich das Tempo beim Zählen schrittweise steigern lässt. Stehst du der Gruppe gegenüber, mach die Bewegungen spiegelbildlich vor und sag es dazu, sonst startet ein Teil der Tänzer zur falschen Seite. Damit alle ihren Platz zu Hause noch einmal ansehen können, ist es sinnvoller, die Choreografie mit deiner Truppe zu teilen, als die Pläne von Hand abzuschreiben.

Lass die Tänzer beim Lernen „markieren“, also die Bewegungen klein andeuten, ohne zu springen oder Kraft einzusetzen. Für eine Studie der University of California, Santa Cruz, erschienen in der Fachzeitschrift Psychological Science und vom Magazin Dance Informa vorgestellt, lernten 38 fortgeschrittene Ballettschülerinnen und -schüler zwei Abfolgen, die eine im Aufführungstempo geprobt, die andere markiert: Die Jury bewertete die markiert geprobte Abfolge höher. Die Autoren erklären das mit einer geringeren kognitiven Belastung, nicht bloß mit gesparter Energie. Die volle Intensität hebst du dir für Passagen auf, die schon sitzen.

Vor der Aufführung tanzt ihr alles von Anfang bis Ende durch, möglichst ohne anzuhalten. Im Theater heißt das Durchlauf: Laut der deutschsprachigen Wikipedia gehört die Durchlaufprobe zur letzten Probenphase vor der Hauptprobe; die Darbietung läuft dabei in der geplanten Reihenfolge ihrer Teile ab, wenn auch noch mit Unterbrechungen, und die Analyse danach erlaubt es, Dramaturgie und Gesamtlänge zu beurteilen. Notiere, was hakt, und mach die Choreografie dann sauber (im Tanzjargon „cleanen“): Nimm dir die Stellen, an denen die Gruppe nicht zusammen ist, Count für Count vor und prüfe, ob alle auf demselben Schlag denselben Armwinkel und dieselbe Blickrichtung haben. Zum Schluss probst du auf der echten Bühne, um die Abstände anzupassen; die Schule am Ried hält das Proben auf der originalen Aufführungsfläche für unverzichtbar.

Deine Choreografie mit Stancz vorbereiten

Stancz ist eine Choreografie-App: Du platzierst Tänzerinnen und Tänzer auf einer maßstabsgetreuen Bühne, reihst Formationen aneinander, und die Übergänge laufen animiert zur Musik ab. Die Bühne lässt sich in 2D von oben, in 3D und aus dem Zuschauerraum ansehen (Publikumsansicht). Stancz läuft im Browser eines Computers (PC oder Mac) ohne Installation sowie als App für iPhone, iPad und Android, mit demselben Konto überall. Kostenlos nutzbar sind bis zu 3 Choreografien mit je bis zu 4 Formationen; daneben gibt es ein kostenpflichtiges Abo. Stancz bietet 19 Presets, also fertige Formen, die sich an die Zahl der Tänzer anpassen, und erlaubt bis zu 500 Tänzer pro Choreografie.

In der Methode dieses Guides kommt Stancz bei der Musik, der Platzierung und der Weitergabe ins Spiel. Du importierst deinen Song als MP3 oder WAV, und seine Wellenform wird zur Zeitachse. „Tempo tippen (BPM)“ misst das Tempo, und „Formationen am Takt einrasten“ richtet die Dauern auf die Schläge aus. Du legst pro Teil der Musik eine Formation an, benennst sie um („Strophe 1“, „Refrain“) und ziehst an ihrem Rand, um ihre Dauer festzulegen; bei der Wiedergabe gleiten die Tänzer von einer Formation zur nächsten, und ein zu langer Laufweg oder zwei Tänzer, die sich kreuzen, fallen sofort auf. Zum Weitergeben teilst du die Choreografie zum Ansehen, auch mit dem kostenlosen Plan, und „Markiere mich“ hebt für jede Person den eigenen Punkt hervor.

Was Stancz nicht kann, ganz offen gesagt: Stancz schreibt die Schritte nicht für dich. Keine künstliche Intelligenz erfindet dort eine Choreografie; Bewegungen, Counts und Phrasen bleiben in deiner Tabelle, deinem Notizbuch und deinem Körper, und die App kümmert sich nur um Raum und Zeit, also darum, wer wann wo steht. Stancz exportiert kein PDF, erlaubt kein gleichzeitiges Bearbeiten durch mehrere Personen und verwaltet keine Tanzschule (Anmeldungen, Stundenplan, Zahlungen).

Häufige Fragen

Wie erstelle ich eine einfache Choreografie, wenn ich gerade erst anfange?
Wähle einen Song mit mittlerem Tempo, den du gut kennst, hör ihn mehrmals an, ohne zu tanzen, und zähl ihn dann in Achtern aus. Bestimme Intro, Strophen und Refrains, schreib ein kurzes Motiv und wiederhole es in jedem Refrain. Zwei oder drei wiederholte und variierte Phrasen reichen für eine erste Abfolge; danach kommen die Formationen, und geprobt wird stückweise, zuerst langsam und ohne Musik.
Warum zählt man beim Tanzen in Achtern?
Weil sich die Musik, zu der man tanzt, so gliedert: Ein Achter umfasst zwei 4/4-Takte. Wer in Achtern zählt, kann jede Bewegung einem bestimmten Schlag zuordnen, die ganze Gruppe nach „5, 6, 7, 8“ gemeinsam auf der 1 starten lassen und eine Stelle über ihre Nummer wiederfinden, zum Beispiel den dritten Achter im Refrain. Zwischenschläge zählt man mit „und“.
Welche Musik eignet sich, um eine Choreografie zu erstellen?
Musik, die dir Lust auf Bewegung macht, beim ersten Mal mit mittlerem Tempo und klarer Struktur: Intro, Strophen und wiederkehrende Refrains. Miss ihr Tempo in BPM, damit du weißt, wie lange jeder Achter dauert, und schneide sie am Anfang einer musikalischen Phrase auf die passende Länge. Gib dann allen in der Gruppe dieselbe Datei.
Wie schreibe ich eine Choreografie auf, damit ich sie nicht vergesse?
Mit einer Count-Tabelle: eine Zeile pro Achter, daneben der Teil der Musik und die Bewegungen in Stichworten. Ergänze für jede Formation einen Plan mit dem Platz jeder Tänzerin und jedes Tänzers und dem Count, auf dem die Formation stehen muss. Der oben erwähnte Unterrichtsvorschlag der Universität Potsdam lässt außerdem ein Choreografiebuch führen, das die Entstehung der Choreografie dokumentiert.
Wie bringe ich einer Gruppe eine Choreografie bei?
Achter für Achter: Zeig den ersten langsam, ohne Musik und nur gezählt, lass ihn wiederholen, bis er sitzt, nimm dann den nächsten dazu und verbinde beide. Stehst du der Gruppe gegenüber, tanz spiegelbildlich und sag es dazu. Lass beim Lernen markieren, heb die volle Intensität für Passagen auf, die schon sitzen, mach dann einen kompletten Durchlauf und arbeite die Stellen nach, an denen die Gruppe nicht zusammen ist.
Kann ich eine Choreografie online mit einem kostenlosen Plan erstellen?
Für Platzierung und Formationen ja: Stancz läuft ohne Installation im Browser eines Computers und auch als App für iPhone, iPad und Android. Du platzierst dort die Tänzer, reihst Formationen zu deiner Musik aneinander und teilst das Ergebnis; kostenlos erstellst du bis zu 3 Choreografien mit je 4 Formationen. Die Schritte erfindest du dagegen selbst: Stancz schreibt sie nicht für dich.

Quellen

Dieser Ratgeber stützt sich auf die folgenden Quellen, die beim Schreiben geprüft wurden.

  1. 1.de.wikipedia.org
  2. 2.de.wikipedia.org
  3. 3.de.wikipedia.org
  4. 4.schule-am-ried.de
  5. 5.lehrerfortbildung-bw.de
  6. 6.sportfachbuch.de
  7. 7.assets01.sdd1.ch
  8. 8.transcript-verlag.de
  9. 9.dtb.de
  10. 10.uni-potsdam.de
  11. 11.aqa.org.uk
  12. 12.dancemagazine.com.au

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Choreografie erstellen, vom Song bis zum Durchlauf: Musik schneiden, in Achtern zählen, Struktur bauen, Phrasen schreiben, Gruppe platzieren, proben.

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